Der 9. spirituelle Körper

Der Subtilkörper (9. Körper)
Das Dharma des Subtilkörpers ist Ruhe, Ausdauer, Geduld, Toleranz, Überdauern, friedvoll sein, subtil und verfeinert. Das Karma des Subtilkörpers ist Ungeduld, Perfektionismus, Tyrannei, Ekel, Druck, Grobheit.

Der Subtilkörper ist die kristalline Form, in welcher der Ein- und Austritt der Seele in die Welt aufgezeichnet wird. Er ist auch unter dem Namen Akasha-Chronik bekannt. Er ist die Kapsel, in der wir vom Tod bis zur Wiedergeburt bestehen. Man kann sich den Subtilkörper als Überlebensblase der Seele vorstellen, die immer transparenter wird, wenn wir uns von den eigenen Themen hin zu den Themen der gesamten Spezies bewegen.
Diese primäre und essentielle Qualität des Subtilkörpers setzt voraus, dass es eine vorsätzliche Ursache für vieles gibt, was wir im Leben erfahren. Deshalb wird der Subtilkörper auch als Kausalkörper bezeichnet. Zerstreuung ist ein Hauptthema. Der Mangel an Fokus führt zu Müdigkeit und zu einem Verlangen nach Stimulanz und Genussmitteln wie Zucker, Koffein oder gar Kokain.

Der Subtilkörper ist ein grossartiges Gefährt, das die Seele durch viele Transformationen führt. Er trägt sie durch Geburten, Tode und gewährt so Zugang zu ihren Fähigkeiten und Einsichten. Wenn wir die Tore von Tod und Geburt bewusst passieren, entwickeln wir eine ruhige Ausdauer, die uns in einen Zustand der Meisterschaft bringt. Falls nicht, bleibt alles ein Mysterium. Wir bleiben den falschen Meistern dieser Welt gegenüber leichtgläubig. Seele und Subtilkörper existieren Seite an Seite. Sie ergänzen einander, indem sie unseren Anfang markieren und uns ein Gefühl für das Ende aller Dinge vermitteln. Der Subtilkörper ermöglicht, die Dinge zur Vollendung zu führen, obwohl wir oftmals nicht in der Lage sind, den Wert dessen, was wir tun zu erkennen. Somit verlieren wir oft unseren ursprünglichen Elan. Unsere Motivation lässt nach. Wir lassen Dinge unvollendet liegen. Durch die neunte Dimension lernen wir, dass das Ziel darin liegt, über jedes persönliche Ziel hinaus zu gehen und zu einem universellen Ziel zu gelangen.

Das Gefühl einer Absicht ohne bestimmtes Ziel kann sehr frustrierend sein. Wir springen ziellos von einer Sache zur anderen. Es scheint so, als ob wir versuchten, den perfekten Job oder das passende Wort zu finden. Aber dies zerstreut lediglich unsere Energie und lässt uns müde und erschöpft zurück. Das kompensieren wir, indem wir den Menschen gegenüber fordernd und schroff sind. Wir versuchen durch ihre Konzentration auf uns selbst konzentriert zu werden. Wenn demgegenüber aber die Qualitäten von Frieden, Ruhe, Geduld und Ausdauer kultiviert werden, fokussieren wir unsere Fähigkeiten auf die Gegenwart. Wir werden erkennen, dass es unsere Aufgabe ist, jedes Projekt bis zu seinem bitteren oder süssen Ende durchzuhalten. Denn, um zu einem Meister zu werden, muss tief in die Essenz eingetaucht werden.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, bedeutet in die Essenz zu gehen, in dein Inneres einzudringen. Aus diesem Grund kommen im neunten Bereich die Dinge auf uns zu. Unser Karma trifft uns. Wir treffen nicht auf unser Karma. Wenn wir dort bleiben, wo wir sind, haben wir die Gelegenheit, eine Verfeinerung in unserer Sprache wie auch in unserer Arbeit zu kultivieren. Indem wir eine Verfeinerung kultivieren, werden unsere Sprache und unsere Arbeit kristallklar. In dieser Transparenz werden wir selbst zur Essenz – zur Essenz dessen, was wir wirklich sind.

Text: Shiv Charan Singh (Lass dich von den Zahlen leiten), bearbeitet von Hari Gun Singh.